Mag. Regina Aistleithner

Das Leben hat immer mehr Fälle, als der Gesetzgeber sich vorstellen kann.
(Norbert Blüm)

Vortrag: (Wie) Sollen Spezialisierungen geregelt werden?

Das Gesundheits- und Krankenpflegegesetz (GuKG) führt zwölf Spezialisierungen an, drei davon erstmals seit der Novelle 2016. Weitere Anpassungen des GuKG hinsichtlich der Spezialisierungen stehen bevor. Mit der Diskussion um die künftige Regelung der Spezialisierungen verknüpft sind Fragen zu den Themen Höherqualifikation, Befugniserweiterung, formale versus non-formale Qualifikationen, Regelungsmechanismen und Finanzierung.

Diese Komplexität verbunden mit der dynamischen Entwicklung des Wissens, dem technologischen Fortschritt, den unterschiedlichen organisatorischen Anforderungen, der Einzigartigkeit höchstpersönlicher Dienstleistungen und den finanziellen Rahmenbedingungen verlangen nach einer kritischen Auseinandersetzung mit folgenden Fragen:

Sollen Spezialisierungen überhaupt geregelt werden?

Wie können Spezialisierungen geregelt werden, um den oben angeführten Anforderungen und Rahmenbedingungen gerecht zu werden?

Auf welcher Ebene sollen Spezialisierungen geregelt werden?

Welches Ziel verfolgen diese Regelungen?

Vor Beginn der Auseinandersetzung mit diesen Fragen ist der Begriff der Spezialist/in aus rechtlicher Sicht zu beleuchten und von den Begriffen Expert/in und Generalist/in zu differenzieren.


Mag. Regina Aistleithner

Physiotherapeutin, Wien (1980)

Zusatzausbildungen in den Bereichen Neurologie, Pädiatrie, Sport, Manuelle Therapie (1980-1995)

Nostrifikation als „Registered Physical Therapist“ in Kalifornien; USA (1990)

Studium der Rechtswissenschaften, Mag. iur., Wien (1997)

Controlling-Ausbildung für NPO, Wien (2000)

Gewerbeberechtigung für Unternehmensberatung, Wien (2001)

Einreichung einer Dissertation im Bereich Medizinrecht, Universität Wien (02/12) – Thema: „Die Entwicklung der gehobenen medizinisch-technischen Dienste in Österreich aus rechtshistorischer Sicht anhand von Kriterien der Professionalisierung“.